Seit Januar 2023 gibt es in Spanien signifikante Neuerungen im Bereich der Verpackungskennzeichnung. Die bisherige Pflicht, das „Grüner Punkt“-Symbol auf Verpackungen anzubringen, entfällt. Unternehmen haben seitdem die Wahl, ob sie dieses Symbol auf ihren Verpackungen nutzen möchten. Diese Neuregelung bringt Vorteile für Exporteur:innen nach Spanien mit sich, da sie nun von den bisherigen Lizenzgebühren und dem administrativen Aufwand befreit sind.

Optionale Verwendung des "Grünen Punkts" in der Verpackungskennzeichnung

Die Gesetzesänderung bietet Unternehmen nun die Flexibilität, selbst zu entscheiden, ob sie das „Grüner Punkt“-Symbol auf ihren Verpackungen anbringen möchten. Diejenigen, die sich für die Beibehaltung des Symbols entscheiden, können dies weiterhin tun. Andererseits haben Unternehmen, die sich gegen die Verwendung des Symbols entscheiden, nun die Freiheit, es von ihren Verpackungen zu entfernen. Diese Neuerung vereinfacht und flexibilisiert den Prozess für Hersteller:innen und Händler:innen.

Ursachen für die Neuregelung

In der Vergangenheit mussten Exporteur:innen, die ihre Produkte nach Spanien verschickten, das „Grüner Punkt“-Symbol auf ihren Verpackungen anbringen und diese bei einer lokalen Lizenzierungsstelle registrieren. Diese Anforderung wurde aufgehoben, da erkannt wurde, dass das Symbol alleine nicht ausreichend über die Recyclingfähigkeit der Verpackung informierte. Es diente hauptsächlich als Nachweis dafür, dass die Hersteller:innen oder Händler:innen einen finanziellen Beitrag zum Recyclingprozess leisten. Diese Verpflichtung ist nun durch die Registrierung im zentralen Verpackungsregister abgedeckt.

Weitere Neuerungen für Amazon Händler:innen in Spanien

Für alle, die ihre Produkte auf Amazon verkaufen, gibt zum Jahresende 2023 bedeutende Neuerungen zu beachten, insbesondere wenn es um den Verkauf auf amazon.es geht. 

Spanien hat neue Vorschriften erlassen, darunter das Königliche Dekret 1055/2022 zu Verpackungen und Verpackungsabfällen sowie das Gesetz 7/2022 zu Abfällen und verschmutzten Böden im Kontext einer Kreislaufwirtschaft. 

Was ist zu tun? 

  • Compliance zeigen: Um die erweiterte Herstellerverantwortung für Verpackungen zu erfüllen, benötigen Inverkehrbringer:innen eine spanische Steuernummer (NIF) und eine bevollmächtigte Person in Spanien. Amazon unterstützt diese Unternehmen hierbei mit dem EPR-Service. 
  • Ministerium Miteco: Auf der Website des Ministeriums Miteco müssen Inverkehrbringer:innen die passende Producer Responsibility Organization für ihre Produkte auswählen und sich im Herstellerverzeichnis registrieren. 
  • Umweltgebühren: Abhängig von der gewählten Organisation können Umweltgebühren anfallen. Die Registrierung muss bis zum 31. Dezember 2023 erfolgen, andernfalls übernimmt Amazon die Zahlung im Namen des inverkehrbringenden Unternehmens. 

     

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